Husum: Richtfest für TSBW-Internatsneubau im Treibweg
Dank und Lob an die Baufirmen
Nach nur 19 Wochen Bauzeit feiert die GEWOBA Nord mit Vertretern des Aufsichtsrats, Mietervertretern und Mitarbeitern und den künftigen Bewohnern vom Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerk (TSBW) Husum sowie allen beteiligten Handwerkern das Richtfest für das neue Internat des TSBW im Treibweg in Husum.
Nach dem standesgemäßen Richtspruch durch die Zimmerleute Marc-Thomas Ratai, Peter Christiansen und Kai Hildebrandt von der Firma Ratai lobten sowohl Dietmar Jonscher, Vorstand der GEWOBA Nord, als auch Hans-Jürgen Vollrath-Naumann, Einrichtungsleiter des TSBW Husum, die langjährige Zusammenarbeit miteinander. "Gemeinsam haben wir mit diesem zukunftsweisenden Bau etwas Schönes geschaffen, wobei das barrierefreie ‚Innere’ für uns natürlich besonders wichtig ist", betonte Hans-Jürgen Vollrath-Naumann in seiner Ansprache. So werden z.B. ein Aufzug, barrierefreie Zutritte zu den Wohnungen, Vorrichtungen für elektrische Türantriebe, bodenbleiche Duschen oder mit Rollstühlen unterfahrbare Waschtische montiert.
Zum Jahreswechsel soll der Neubau mit seinen 22 barrierearmen und fünf rollstuhlgerechten Wohneinheiten sowie Gruppenraum und Büro bezogen werden. "Bis dahin ist es noch ein ganzes Stück Arbeit", so Dietmar Jonscher, der nach den zähen Verhandlungen vor der Baugenehmigung froh darüber ist, dass nun das Gebäude auf der ehemaligen Freifläche gebaut wird.
TSBW-Leiter Hans-Jürgen Vollrath-Naumann und seine Kolleginnen und Kollegen freuen sich schon auf den Einzug der Auszubildenden in den Neubau mit seinen 36 neuen Internatsplätzen, der ganz nach Ihren Anforderungen geplant und umgesetzt wird. "Der Bedarf nach neuen Internatsplätzen ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen", betont Internatsleiter Udo Rex, der mit Kollegen eng mit an den Planungen beteiligt war.
Insgesamt benötigt das Berufsbildungswerk für junge Menschen mit Körper-, Sinnes- und Lernbehinderungen in der Stadt rund 90 Wohnungen - hier leben jeweils zwei bis vier junge Leute zusammen - mit etwa 240 Plätzen, da die Unterkünfte in den sechs Internaten auf dem TSBW-Gelände im Norden der Kreisstadt lange nicht mehr ausreichen. "Inklusion" ist das Stichwort für die wichtige Einbindung der Jugendlichen mit Handicaps ins normale Alltagsleben.
In das neue Wohnheim werden ungefähr 36 Auszubildende mit geringen Handicaps einziehen. Ziel ist es, das die Auszubildenden möglichst selbständig leben und sich in die Nachbarschaft und das Stadtleben integrieren. Die Zusammenarbeit zwischen dem TSBW und der GEWOBA Nord hat bereits Tradition. Bereits seit 1984 werden gemeinsame Wohnprojekte durchgeführt, die sich durch die unbürokratischen Absprachen und kurzen Dienstwege auszeichnen.
"Am Husumer Standort hält die GEWOBA Nord auch zukünftig fest", so Dietmar Jonscher. "Zeitgleich zur Baumaßnahme im Treibweg modernisieren wir 66 Wohnungen in der Goethestraße nach den neuesten energetischen Richtlinien auf Neubau-Niveau."
Fotos: Schöttler-Martin
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